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Ja, hallo Freunde von Hundefutter und Kratzbäumen,
seit dieser Woche gibt es einen Online-Shop für Tierbedarf im Netz, nämlich: BITIBA %. Bitte mal reinsurfen, die Adresse ist www.bitiba.de – „für Haustiere sparen“ ist der sensationelle Claim dazu. Ich muss das hier unbedingt reinschreiben, denn ich habe mit der Entstehung dieses Shops zu tun und man denkt, man muss die ganze Welt informieren, wenn so ein Shopbaby dann endlich online ist. Es ist noch nicht alles fertig, aber im großen und ganzen läuft der Shop schon ganz gut. Meine Lieblingsfunktion ist die Spartaste. Draufdrücken und man sieht, welche Produkte reduziert sind.


19 West 24th Street, New York; phone 212 – 691 1900

„The Cutting Room – like no other room“ so der Slogan auf der Website. Und ich muss sagen, das trifft den Kern dieses Venues/Bars ueberraschend gut. Like no other room – besuche ich den Cutting Room nie freiwillig. Ich brauche immer gute Gruende, um einen Abend dort zu verbringen.

Die Gruende sind in der Regel irgendwelche Saenger oder Bands, die am Anfang ihrer Karriere stehen und die man persoenlich kennt und unterstuetzen will. Und die einen Auftritt am Mittwochabend um 10 p.m. oder in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 2.30 am haben.

Der Cutting Room ist - unschwer aus gesagtem zu erkennen – Music Venue. Darueber hinaus ist er eine Bar, ein Restaurant und ein Celebrity Projekt. Letzteres soll auf die Tatsache anspielen, dass Chris Noth (‘Mr. Big’ aus Sex & the City) Co-Owner des Cutting Rooms ist und erstaunlich genug oft selbst dort zu sehen ist. Nicht hinter der Bar jedoch was sich wohl von selbst versteht.

Die Location besteht aus zwei Raeumen - einem Bar Raum und dem Performance Raum. Ich kann wenig zu dem Stil der Raeume sagen, weil es immer sehr dunkel ist und nicht nur das – das spaerliche Licht ist auch noch roetlich. Trotz allem meine ich alte, nicht zueinander passende Sitzmoebel in dem Bar Raum wahrgenommen zu haben und im Performance Raum befinden sich Gemaelde an den Waenden. Gemaelde von Steve Tyler und Jim Morrison. Warum?

Das Personal hinter der Theke ist immer sehr bedacht und das Personal an der Tuer leicht hysterisch bzw. arbeitet hoechstwahrscheinlich tagsueber fuer die Einwanderungsbehoerde. Warum sonst wuerde jemand bei der ID Kontrolle, mich darauf hinweisen, dass mein Visum abgelaufen ist?

Da das Personal im Vorraum so bedaechtig arbeitet wird man nie mehr als einen Drink zu sich nehmen bevor man in den Musikraum tritt. Dieser wirkt genauso unordentlich wie die Bar, hat jedoch eine richtige Buehne, auf die man sich visuell konzentrieren kann.

Vergangenen Samstag fand der CMJ Abschluss Event um 12 am im Cutting Room statt, ein Event Co hosted by the Viper Room, LA. Der CMJ Music Marathon so sagen die Veranstalter ist das groesste Music Festival in New York. Und um das nochmals zu betonen – dessen Abschlussevent war im Cutting Room. Man merkt, ich kriege mich kaum darueber ein. Weil – Das alles Klingt super, ist aber anscheinend so unwichtig fuer den Cutting Room, dass man davor noch irgendwelche privaten Geburtstagsparties abhalten kann und die Konzertbesucher erst um 12 Uhr in die Hallen laesst. Chris Noth war auch anwesend und mit ihm ein paar seiner Kumpels. Alle sein Alter. Und sein Kaliber. Man moechte mit solchen Maennern irgendwie nichts zu tun haben. Sie sehen nicht gut aus und auch nicht besonders erfolgreich und haben doch ein paar Maedels an sich haengen. Chris sagt Sachen wie „get the guys something to drink“ und wenn ein Fan naeher kommt, sagt er unwirsch „not now!!!“.

Das eigentliche Konzert startete viel zu spaet und es war offensichtlich, dass von jeder der anwesenden Bands nur die engsten Fans und Groupies anwesend waren. Mir fiel das Konzert von Kenward Cooper ein, wo neben meiner Schwester, mir und meiner Kollegin nur noch ein paar in letzter Minute von uns rekrutierte Studenten waren. An einem Mittwochabend. Wir waren zu fuenft.

Zusammenfassend – der Cutting Room ist es nicht wert, sich die Naechte um die Ohren zu schlagen und ich habe mir auch eben nochmals sein Programm angeschaut – Please!! wir sind zwar im Charity Fever aber Burlesque Veranstaltungen fuer Breast Cancer – das ist schon sehr weit weg vom beaten path – fuer ein music venue. Und auch so ganz und gar nicht Cool.

http://www.thecuttingroomnyc.com/


Am Samstag war die Hauptpartynacht fuer Halloween. Am Dienstag, den 31. Oktober, dem eigentlichen Halloweentag wird zwar schon noch viel los sein – im Village vor allem, aber es ist ein Wochentag und das bremst dann doch die meisten.

Unser Thema dieses Jahr war DARK. Die Gruppe hatte zwei dark fairies, one dark elf und dann noch ein paar Gestalten, die einfach von den Make-up und Kleidungs Ueberresten profitierten.

Wir haben uns in Giuliana’s Haus in Cobble Hills, Brooklyn partygerecht gemacht. Brooklyn ist sehr jung. Schon auf dem Weg zu Giuliana fiel mir auf, dass es eigentlich gar keine nicht-verkleideten Menschen auf der Strasse gab. Nicht dass ich jede Verkleidung sofort erkannt haette, aber Smithstreet sah ploetzlich aus wie eine Strasse aus einem Musical. Wenn alle ploetzlich zu tanzen und singen angefangen haetten, ich waere kein bisschen ueberrascht gewesen.

Als wir zwei Stunden spaeter verkleidet und gestaerkt vor Giuliana’s Tuer standen, beobachteten wir Minnie Mouse von gegenueber, wie sie mit kurzem Roeckchen vor ihrem Haus stand und rauchte. Ihr dunkles Haar wehte im Wind. Den Rock hielt sie mit einer Hand nach unten. Es war, als haette Minnie gerade Pause.
Der erste Stop der Nacht war die Panino’teca 275 (275 Smith Street, between Sackett and Degraw Street).
Die Bar war schon sehr gefuellt und froehlich. Das Haus reichte Crostini mit irgendwas und man konnte Halloween Punsch kaufen. Die Atmosphaere war halloweenmaessig aufgedreht, die Raeumlichkeiten und Bar huebsch geschminkt und gerichtet. Auf der Theke lagen lilafarbene Glitzerspinnen, die sich wunderhuebsch zu meinem Kostuem machten und die ich mir gleich in den Ausschnitt stopfte. Es war ein typischer ‘allgemeiner’ Partybeginn, wo jeder noch mit dem eigenen Kostuem und den Kostuemen der anderen beschaeftigt ist. Die Panino’teca hat einen tollen Hinterhof mit Heizkoerpern. Man kann dort rauchen und weiteren Punsch kaufen. Dieser erste Partystop bekommt volle Punktzahl auf der Partyskala und je spaeter der Abend wurden, wir sollten oft noch sehnsuechtig an diesen Ort zurueckdenken.

Der naechste Stop war eine Privatparty in Soho Manhattan. Das Veranstalterehepaar wohnt in einem Loft on Broadway. wir kamen so kurz vor 12 Uhr an. Es waren schon nicht mehr allzuviele Gaeste anwesend. Aber die Caterer waren noch da! und besorgten und mixten uns schnell unsere Drinks. Nachdem wir erkannt hatten, dass die Veranstaltung unseren Partywuenschen nicht gerecht wurde, und nachdem das Baby der Familie vom Babysitten zurueckgebracht wurden, machten wir uns aus dem Staub. Obwohl die Strassen Manhattans nicht die Brooklyn Craze wiederspiegelten, war es sehr schwierig, ein Taxi zu finden. Zumal wir immer zu fuenft waren und unsere Kostueme schwarze Fluegel hatten.

Der naechste Stop war wieder ueber die Bruecke, Williamsburg. Eine weitere Privatloftparty von einigen Williamsburger Kuenstlern. Die Uhrzeit forderte ihr Tribut. Obwohl alle verkleidet, waren die Kostueme kaum noch Thema. Die ersten Kostuemeinzelteile wie Perruecken und Fluegel wurden abgelegt. Das Hauptthema war der Alkohol, der zur Neige ging. Besser gesagt, es gab noch Alkohol, aber keine Sodas. Manche tranken Shots, wir gingen.

Das Taxithema wurde nochmals akkut und wir suchten Zuflucht vor dem eisigen Brooklynwind in einer Bar, die Triple Crown hiess. Die Triple Crown Veranstalter hatten sich nichts ueberlegt zum Thema Halloween, trotz allem wirkte die Szene wie eine grosse Kostuemparty. Jeder war verkleidet. Wir teamten kurz mit zwei Ghostbustern, die zur gleichen Party weiterwollten wie wir, naemlich einer Party in Bushwick, aber dann kam der Anruf aus Bushwick, dass die Polizei die Party geschlossen habe.

Ich bekam genau zu diesem Zeitpunkt, meinen Brooklyn Itch. Der kommt immer dann, wenn ich mich zu spaeter Nachtzeit in Brooklyn aufhalte. Der Brooklyn Itch ist mit einer Panikattacke zu vergleichen, ich fuerchte, dass ich nie wieder zurueck nach Manhattan kommen werde. Die anderen Manhattaner muessen ein aehnliches Gefuehl gehegt haben, denn sie fuegten sich willig meinen „let’s cross the bridge“ Aufruf und zu dritt sprangen wir ins naechste Taxi. Wir stoppten auf der lower east und schneiten kurz ins Annex. Dort wurden gerade Kostueme praemiert. Ich erinnere mich an Elton John, der einen Preis gewonnen hat oder war es John Lennon?

Meine Erinnerungen an diesen Teil der Nacht sind mehr und mehr verschwommen. Das Annex war unser offiziell letzter Stop, Matt, der schwarze Elf, stellte fest, dass ich meine Fluegel verloren hatte. Mir war das selbst nicht aufgefallen. Ich nahm dies als Zeichen. Das Zeichen zum letzten Bier und dann loesten wir uns zum letzten Mal in dieser Nacht in Sternenstaub auf.

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Thierschplatz 5, 80538 München
089/21578300 – www.roosevelt.de

Hallo, hier schreibt Cosma36.
Ich war neulich mal wieder in einer Bar, in einer richtigen Bar hier in München. Und zwar im Roosevelt. Jetzt hat München ja jede Menge Bars, Bars, die jeder kennt und die natürlich den Standard setzen, auch bei mir. Für mich sind zwei Dinge bei einer Bar entscheidend: Sind die Barkeeper wirklich kompetent und hat die Bar eine gute Atmosphäre. Wobei man sich nun darüber streiten kann, was das genau heißen soll. Arbeiten wir uns mal durch:

1. Das wichtigste: Sind die Barkeeper kompetent?
Für das Roosevelt gilt ganz klar: ja! Das ist das schöne an Münchens Bar, dass in der Regel keine Stümper oder Hobbymixer am Werk sind. Wahrscheinlich hat jeder Barkeeper in den ernst zu nehmenden Bars hier irgendwann mal bei Schumann’s gelernt, dann kann man sicher sein, dass sie ihr Handwerk verstehen. Das ist das A und O. Nichts so schlimm, wie wenn die Drinks nicht schmecken. Wenn der Whiskey Sour zu süß ist und keine Kirsche hat oder sowas in der Art. Nun, im Roosevelt wird man bestens bedient. Weil ich noch fahren mußte, hatte ich mich für einen Champagner Cocktail und ein Mineralwasser entschieden. Einen Champagner Cocktail hatte ich ewig nicht getrunken! Der im Roosevelt wird in einer Champagnerschale serviert. Er war etwas sparsam eingeschenkt, wie ich finde, was wohl daran lag, dass es gerade der Rest der Flasche war und um nun einen kleinen Schuß mehr ins Glas zu geben, hätte man eine ganze neue Flasche aufmachen müssen – die Margen auf Champagner sind für Bars nicht so hoch, habe ich mir sagen lassen, da wollte sich der Barkeeper wohl nicht verausgaben. Na gut. Der Cocktail schmeckte dafür ausgezeichnet. Das Wasser war allerdings ein Apollinaris, dafür muss ich einen Punkt abziehen, denn Apollinaris schmeckt nicht. In einer Bar sollte man San Pellegrino oder Spa servieren. Zu den Drinks gab es ein Schälchen mit kleinen Salzstangenbretzeln, was immer dankbar weggeschrappt wird.

2. Hat die Bar Atmosphäre?
Die Atmosphäre in einer Bar wird meiner Meinung nach wesentlich durch drei Dinge bestimmt – Ambiente, Publikum und Musik. Das Ambiente – also der Look, die Location, die Einrichtung – ist beim Roosevelt angenehm. Der ganze Laden ist ziemlich klein, die Wände sind weiß. Man findet hier nicht den Old Boys Look mit schwerem Leder und getäfelten Wänden, sondern einen einfachen langen Raum mit der Bar an der Längsseite. Es gibt zwei gute Plätze im Roosevelt: Der Fenstertisch direkt neben dem Eingang, da sitzt man geschützt direkt am Thierschplatz und kann nach draußen sehen, oder ein Sitzplatz an der Bar. Der hintere Teil mit kleinen Tischen und Stühlen ist uninteressant. Durch das Lamellenrollo vorne am Fenster werden von dem Licht der Strassenlaternen außen lange Schatten auf die Wand hinter der Bar geworfen, das und die sich leise drehenden Ventilatoren an der Decke geben dem Raum den gewünschten intimen Rahmen.
Das Publikum ist – wie es sich für eine Bar gehört – „älter“. 40 und drüber. Es ist nicht die Schickiszene Münchens, die hier auftaucht, sondern echte bar flies, wie es scheint. Professionelle Trinker und Barkeeper aus anderen Läden, Männer hauptsächlich.
An die Musik habe ich keine Erinnerung und das halte ich für ein gutes Zeichen. Musik darf in einer Bar nicht fehlen, aber auch keine Rolle spielen, sie muss das Hintergrundgeräusch für’s Trinken liefern und darf nicht stillos sein, sie muss zur Qualität der Drinks passen, aber auf keinen Fall in der Vordergrund treten oder gar nerven. Scheint im Roosevelt so zu sein.

Als Fazit gilt: Ich mag das Roosevelt. Es ist unspektakulär und die Drinks sind gut. Nichts stört.


Milk Gallery, 450 West 15th Street, New York

http://www.moveforaids.com/index.php

Gestern Abend war die Ausstellungseroeffnug in den Milk Studio Galleries fuer James Houston’s Photoexhibition Move for Aids.

And there it was again!! a charity event. Es ist im Oktober auch einfach unmoeglich, diesen auszuweichen. Der gestrige Abend ging zugunsten von Organisationen, die aidskranke Taenzer unterstuetzen. Passenderweise ist Tanz und Taenzer auch das Motiv fuer James Houston’s Photokunst.

Der Event war guest list only und auf der Einladungskarte stand, dass Hugh Jackman den Abend eroeffnen sollte. 7-11 pm war der auf der Einladung genannte Zeitrahmen der Veranstaltung. Ich war um 8 Uhr dort, musste mir zuvor noch bei Jeffrey’s eine Strumpfhose fuer 60 $ !!! kaufen, damit ich mein schwarzes Vernissagenstrickkleid tragen konnte. Dafuer hat mich Richard wenigstens gleich als ich die Gallerie betrat durch die Absperrung gelassen, ohne dass ich beim Eintritt eine suggested donation von $20 haette lassen muessen.

Der Raum war schon recht voll, eine recht artsy and gay crowd, bedeutend besser und interessanter als bei fashion events. Und alle immens gut aussehend. An der dem Eingang gegenueberliegenden Seite des Raumes war eine Buehne aus Lichtbausteinen aufgebaut. Zwei oder drei Bars waren im Raum verteilt und in der hintersten Ecke klebte ein DJ mit Pult.

Ich hatte sofort entdeckt, dass die Bar Moet ausschenkte, dies natuerlich der signifikanteste Unterschied zu jeder Vernissage, wo es immer nur billigen Wein gibt.

Mit einem Glas Champagner machte ich mich daran James’ Photos anzuschauen. Taenzer sind dankbare Motive. Wunderschoene Koerper, die nichts weiteres brauchen als sich selbst. Koerper, die hervorragend mit schwarz/weiss Photographie auskommen, weil sie wie Skulpturen sind, klare Umrisse, gut gezeichnete und definierte Formen und nicht zuletzt ausdrucksvolle Gesichter, es ist schliesslich Tanztheater.

Trotz allem – er hat mir zu viele Koerper auf seinen Photos. Ich mag die Mapplethorpe’sche Art Koerper zu portraitieren. One at a time. und mit viel Sorgfalt und wenig Zufall aufgenommen. Um viele Koerper in Bewegung zu sehen, gehe ich lieber zu einer Tanzperformance. Ich mag, wenn die Koerper zu etwas neuem werden, zu Form, zu Architektur.

Nach meiner Runde stiess ich auf Katja, die mir den Kuenstler dann auch gleich persoenlich vorstellte. Er ist Australier, sieht nett aus, war auch sehr nett und hoeflich und ganz normal. Er hatte jedoch keine Zeit, sich mit irgendjemandem zu unterhalten, denn der Abend sollte losgehen, Hugh Jackman war zwischenzeitlich auch eingetroffen.

Der Abend begann mit einer Tanzperformance, die aufgrund der Buehnenhoehe nur von den in erster Reihe Stehenden verfolgt werden konnte, der Rest der Anwesenden trank und redete weiter. Phil, Assistant von James, stand neben mir und murmelte irgendetwas von ‘two inches higher and better…..’ too late.

Es wurde auch gemurmelt, dass Mickey Rourke zwischenzeitlich anwesend sei. Habe ihn leider nicht gesehen. Ueberhaupt habe ich wenig gesehen und war deshalb auch mehr am mich unterhalten.

Nach der Tanzperformance kam James Houston auf die Buehne und fing an zu reden und zu reden. Er sprach ganz kurz ueber das ‘warum’ des Abends und begann dann eine endlose Liste von Danksagungen, mit denen er uns gleichsam seine ganze Lebensgeschichte erzaehlte und die Geschichte des Abends. Er begann mit seiner Cousine, die extra aus Canada angereist war. And on and on – er erwaehnte seinen langjaehrigen Freund Mickey Rourke, einzelne Taenzer …. und hatte immer eine kleine Geschichte beizutragen…. Die Meute wurde leicht ungeduldig und der Geraeuschpegel staerker. James sichtlich enerviert, rief „shut up M…“ ich muss nun doch mal sagen, dass er nicht Barbra Streisand ist und ich auch bei ihr ein Anpoebeln des Publikums unmoeglich finde. Im Falle eines James Houston finde ich Anpoebeln einfach nur dreist und unpassend. Die Menge wurde kurzfristig etwas stiller doch da er mit seiner Endlosliste weitermachte, hielt die Stille nicht lange vor. Katja fluesterte mir zu, dass Mickey gerade gegangen sei. Ich konnte es ihm nicht verdenken, selbst unter Freunden ist dieses Gequatsche einfach zu viel und Mickey hatte ja auch sein Danke bekommen.

Und dann sagte James so gegen Ende, als die Aufmerksamkeit gerade nochmals kurz aufflackerte, dass wir alle sein Buch und seine Photodrucke kaufen sollen, weil ein Teil der Einnahmen der Unterstuetzung von an Aids erkrankten zu gute komme. Und mit Buch kaufen meine er auch Buch kaufen, weil beim letzten Hugo Boss Store event wurden gerade mal 19 Buecher und ein Print an den Mann gebracht. Aus seinen Worten war unzweifelhaft zu entnehmen, dass er die Hugo Boss Klientel fuer unkultiviert halte. Das war ziemlich harsche Kritik an dem alleinigem Sponsor und Lieferant von Champagner und saemtlichen dargereichten Haeppchen des Abends.

Die Hugo Boss Mitarbeiter, die bis zu diesem Zeit, den Door Check in, den Coat check und alle anderen operativen Service Leistungen bekleidet haben, nahmen diese Aussage als Entlassungspapiere fuer den Abend entgegen und wir konnten um 10 Uhr im nebenanliegenden Passerby noch einen letzten Drink nehmen.

Mein Resumee des Abends ist – wenn man spendet, sollte man darauf achten, wieviel der Referent ueber die Sache spricht und wieviel er ueber sich selbst spricht. Wenn er viel ueber die Sache zu sagen hat, koennen wir annehmen, dass die Gruende, warum er sich sozial engagiert, in dem Wunsch zu helfen liegen. Das ist gut. Wenn er jedoch mehr ueber sich selbst spricht, dann muessen wir annehmen, dass der Sprecher das Charity Maentelchen benutzt, um sich selbst ins Licht der Oeffentlichkeit zu schieben. Und das auch noch gesponsort.  Das ist schlecht.


Sheraton Xiamen Hotel 386-1 Jiahe Road Xiamen, Fujian 361009 · China
Telefon: (86)(592) 552 5888

Hallo, hier spricht Cosma36. Wenn Ihr mal das zweitbeste Hotelzimmer sehen wollt, in dem ich bisher in meinem süßen jungen Leben übernachtet habe, dann schaut Euch dieses Bild an, das ich gleich hochladen werden. 
(Tage später).
So, da ist das Bild, schaut:

Room 1723 Sheraton HotelDas Sheraton in Xiamen ist neu eröffnet und vielleicht gerade 3 Monate alt. Es ist noch alles neu und wunderschön. Am beeindruckendsten sind sicherlich die Zimmer, bei denen ganz besonders das eingebaute Glasbad beeindruckt. Von der Badewanne aus kann man in den Raum blicken, vom Raum natürlich genauso ins Bad. Bei der Nutzung der unterschiedlichen Facilities fragt man sich natürlich, wie es wäre, wenn man das Zimmer nun mit einer zweiten Person teilte. Man will nun nicht unbedingt bei den Details der morgend- oder abendlichen Körperpflege beobachtet werden, und das schon gar nicht von außerhalb des Raumes; zudem will man als Frau auch nicht das Geheimnis lüften, wie man sein Aussehen mit nur 45 Minuten Badaufenthalt von verschlafen/zerstrubbelt auf strahlend/perfekte Frisur tragend/ganz großartig aussehend upgraden kann :-)   Das wollte der Innenarchitekt aber offenbar auch nicht, weshalb an den Innenseiten der Glaswände des Badewürfels Rollos angebracht sind, die man im Bedarfsfall einfach nach unten ziehen kann.

Sonstige Eindrücke zum Hotel:

  1. Sehr gute Matratze im Hotelzimmer.
  2. Das Frühstücksbuffet ist eher langweilig, ich habe kaum was gefunden, was mich so richtig anlachte.
  3. Es gibt ein tolles Schwimmbad auf der 7. Etage, es ist überdacht, aber an den Enden hört das Dach auf und man ist plötzlich auf einer Dachterrasse, umgeben von Hochhäusern.
  4. Die Hotelbar hat noch kein internationales Niveau, bestellt man einen Cocktail, wird extra von fern ein Cocktailmixer herbeigeklingelt, der nach ein paar Minuten auftaucht - da gibt es noch keinen Durchlauf und keine Routine, entsprechend sind die Drinks.
  5. Der Übernachtungspreis pro DZ war mit 82 Euro sensationell günstig.

Team Members: Gaby, Giuliana, Mike, Phil, John and myself a.k.a smilla36
Team Name: Wheelstupid
www.msnyc.kintera.org/msbike06

Dies war mein erster charitable event bei dem ich selbst aktivst dabei war und eigentlich auch haette Gelder sammeln sollen. Habe ich auch – ein bisschen zumindest. Das ist gar nicht so einfach – nachdem ich das bislang ja kategorisch abgelehnt hatte, die Bettelei, aber dieses mal spielte die Chance mit, ein erstes und letztes Mal in diesem Jahr Fahrrad zu fahren und mein Fahrrad endlich mal zu nutzen, nachdem es ca. 3 mal bei der Reparatur war. Plus – das ist die zweite Fliege, die ich mit dieser Veranstaltung erwischt habe, ein paar Leuten aus dem Office eins auszuwischen….. jene Kollegen halt, die einem nur deshalb fragen, ob man mitmachen will, weil sie wissen, dass man ablehnt.
Konnte meine Freude, diesen Kollegen eines ausgewischt haben ueber 66 Meilen und 6,5 Stunden ausgiebig auskosten.

Jedoch zurueck zur Veranstaltung selbst. Es ist einem nicht gleich so eingaengig, wie dieses Fahrrad fahren und die National Multiple Sclerosis Society zusammenhaengen. Ich gebe das sicherlich auch nicht korrekt wieder, aber das moege man mir verzeihen, naechstes Jahr werde ich ganz anders schreiben. Erleuchteter. In der unerleuchteten Form ist es so, dass Multiple Sclerosis immer noch nicht geheilt werden kann. Und um die Forschung mit Extra-Geldern zu unterstuetzen und endlich ein Heilmittel zu finden traegt man Privatgeld zusammen und das machen alle fleissig, nutzen ihre Verwandte, Freunde, Kollegen, Nachbarn aus so gut es geht und geben all die Beute der National Multiple Sclerosis Society.
Und jetzt kommt es! der logische Bruch, das Unerklaerliche: An einem Sonntag im Oktober sperrt New York City den West Side Highway, den FDR und den Lincoln Tunnel. Und eben diese Leute, die gerade noch nichts anderes im Kopf hatten, als Geld zusammenzutragen, stehen ploetzlich um 6.30 am Pier 94, das ist am Westside Highway auf der 54sten Strasse, registrieren sich als 30, 60 oder 100 Meilenfahrer und fahren dann im Pulk – musikalisch begleitet von Dudelsackspielern!! – los.
Und dann sind wir gefahren auf dem zugigen und kalten Westside Highway entlang an Battery Park vorbei bis wir endlich auf der East Side und auf dem FDR waren. Da ist es zumindest sonniger und somit waermer um diese Tageszeit als auf der Westseite. Vielleicht war die Uhrzeit mit Schuld, aber alles fuehlte sich noch ganz seltsam an zu diesem Zeitpunkt, so als ziehe man sich seine kalten Lederstiefel an… Unangenehm ….Man faehrt in diesem ersten Abschnitt noch in einem grossen Pulk, aber der FDR ist ja breit. Man faehrt und faehrt und weil alles noch so neu ist, merkt man gar nicht, wie man vorankommt.
Und ploetzlich ist man „oben“, am Nordende der Manhattan Insel. Und dort ist der erste Stop, der 20 Meilenstop.
Es war wirklich ein wunderschoener Herbstsonntag und der erste Stop lag mitten auf einer Wiese. Wir haben die Jungs aus unserem Team wiedergetroffen. Sie machten einen auf ueberrascht, uns zu sehen.
Die Veranstalter hatten einen Stand aufgebaut, an dem gab es Wasser, Isogetraenke, Bananen und Powerriegel. Ich hatte zum Fruehstueck schon eine Banane gegessen, ich ass eine weitere. Gaby schob sich nach der Banane noch einen Powerriegel rein und Phil fluesterte mir zu, dass dies seine vierte Banane des Tages war. Es war ein bisschen wie im Zoo. Ich stelle mir zumindest das Leben im Zoo so vor, man macht nichts und isst Bananen oder Aepfel. :-) )
Aber die ersten 20 Meilen lagen hinter uns.
Dann ging es wieder auf den Westside Highway, auf den Teil bis und von Washington Bridge. Endlos. Endlos windig.
Und ploetzlich und endlich fahre ich an der Ausfahrt fuers Pier 94 vorbei. Die 30 Meilen Radler waren fertig, und ich bin auf dem Weg zum Lincoln Tunnel. Als ich den durchgequert hatte, fuehlte ich mich auf einmal viel besser. Manhattan lag hinter mir und bald schon kam der naechste Stop: 35 Meilen.
Sie hatten die Bananen gegen Orangenstuecke ausgetauscht. Ich trank eine Flasche Wasser und ass Orangen und meinen Powerriegel vom letzen Stop, Gaby und Giuliana holten sich einen weiteren. Ich hatte das Gefuehl, dass wir mehr aus Angst vor dem, was vielleicht noch kam, assen als aus irgendwelchen anderen Motiven. Die Jungs leerten sich jeder eine Tuete Nuesse in den Rachen.
Wir fuhren weiter. Und was dann kam war wirklich unangenehm. und zugleich der schoenste Teil der Strecke. Der Palisades Statepark. Up and Down and Down and Down und dann Hoch meilenweit. Ich denke auf der Strecke waren wir mindestens zwei Stunden. Vielleicht drei Stunden. Ich bin weder abgestiegen noch habe ich angehalten, weder um zu verschnaufen noch um auf jemanden zu warten. Ich wollte nur zum naechsten Stop. Der kam dann letztlich ‘on top of the mountain’ nannte sich ironischerweise auch noch alpine stop…. Wir waren alle nassgeschwitzt und es wurde uns schnell kalt. Wir brauchten alle Wasser und Isogetraenke. Zum Essen gab es dieses Mal Peanut Butter-and-Jelly Sandwiches!!! Richtige amerikanische Sandwiches, also das weisse Toastbrot auf dem Peanut Butter und Jelly klebt. Ich habe das noch nie gegessen, ich weiss, dass es das Lieblingspausenbrot eines jeden amerikanischen Kindes ist, aber ich wollte was Echtes essen – Wurst oder Kaesebrot auf gut deutsch – und nicht so was Suesses und Weisses. Ich war die einzige, die sich nicht auf die Sandwiches stuerzte, sondern mir ueberlegte, ob ich dem Veranstalter sage, dass die Auswahl der Verpflegung internationaler sein muesse: suesse Brote!! wer kann das essen?
Ich mahnte ungeduldigst zum Aufbruch und bin dann einfach nur noch gefahren, nicht nach rechts nicht nach links schauend, ueber die George Washington Bridge fliegend. Trotz Hoehenangst. Einfach fahren. Nothing matters.
Wollte noch die Jungs einholen, aber das sollte ich bis zum Schluss nicht mehr schaffen. Die Strassensperre war zwischenzeitlich aufgehoben und so fuhren wir nicht mehr auf dem Westside Highway, sondern den Riverside Drive entlang. fuhren an meinem Haus vorbei, ich winkte sehnsuechtig und trat in die Pedale.
An der Ziellinie warteten die ganzen lieben Freunde, die wir seit dem Moment der Anmeldung auf dieses Datum und diese Stelle bestellt hatten.

Die Veranstalter boten Massagen an, wir Maedels stellten uns ungefaehr eine halbe Stunde an, zitternd, und liessen unsere Beine und Arme massieren. Das hat sicherlich geholfen fuer den Tag danach.
Dann fuhren wir den Riverside Park entlang nach Chelsea und gingen in den Half King, tranken Bloody Mary und assen Burger. Danach schoben wir unsere Raeder zur Ubahn und fuhren mit der Ubahn nach Hause. Es reichte.
Ja, mal sehen, wie das ist, wenn man so etwas zum zweiten Mal macht.
Ich will auf keinen Fall dieselbe Strecke fahren!!! Nie wieder!! und auch keine Peanutbutter Sandwiches mehr angeboten bekommen!!! Der Rest kann bleiben.


Hallo. Hier schreibt Cosma36.

Komme gerade von einer Geschäftsreise aus China zurück – da gibt es natürlich jede Menge zu besprechen. Bevor ich hier die einzelnen Restaurants, Imbissbuden und Hotels dieses Trips abarbeite, gibt es einen kurzen Bericht über die Airline, mit der wir flogen. Eben den Emirates.

Wenn man von München nach Peking reisen will, dann sprechen für die Emirates folgende Punkte:

      1. Ein First Class Ticket ist bezahlbar – relativ gesehen (Emirates: ca. 3000 Euro, Lufthansa: ca. 9000 Euro).
      2. Ein befreundeter Werber von Smilla und mir hat die Emirates kommunikationstechnisch beraten und schwärmt bei jeder Gelegenheit über deren tollen tollen Service.

        Also war es mir nicht ganz recht, dass wir unsere Reise mit dem Zacken über Dubai buchten, immerhin kam ich so überhaupt mal in den Genuß, First zu fliegen (bisher ja nur bekannt aus den Erfahrungsberichten einer uns nicht unbekannten Flugbegleiterin), und überhaupt war ich auch noch nie in Dubai und konnte somit nun auch ein erstes Middle East Land auf meine Liste mit places I have seen setzen. Jetzt bin ich ja da und notiere mir parallel in mein geistiges Reisenotizbüchlein und in diesen Derby-Blog folgendes:

        1. Direktflüge sind besser als Langstreckenflüge mit Zwischenstopps.
        2. Die Emirates First ist eine bessere Lufthansa Business Class.
        3. Man schläft einfach nie gut in Flugzeugen, egal welche Klasse man fliegt.
        4. Es gibt gewaltige Qualitätsunterschiede beim Catering, die Strecke München – Dubai war lahmer Business Class Durchschnitt (eiskalter Nizzasalat mit frischem Thunfisch vorweg, der Thunfisch war zu kalt und zu weit durchgegart. Der Beilagensalat schon kurz vorm Anwelken, ich konnte die welkenden Blätter gut mit dem Cesar’s Dressing abdecken. Hauptgang war Lammkeule oder sowas, serviert mit dieser Robotergreifzange, sehr stilvoll. Als Nachtisch gab es Orangen-Schokokuchen, der war ganz gut, der Schokoboden hatte was leicht salziges, was dem ganzen sehr gut tat). Die Strecke Dubai – Peking war wie man es erwartet – dauernd wurde ein Wägelchen mit ausgesuchten Köstlichkeiten an einem vorbeigeschoben, iranischer Kaviar mit fein gehacktem Eigelb, Schnittlauchröllchen und einem Glas Vodka, roher Lachs mit Wasabi, danach Tournedos Rossini (Rinderfilet + Gänsestopfleber + Trüffel), danach Karamelflans und Pralinen und Obstsalat und Käse usw. usw. Meine Kollegin und ich haben alles probiert, ich glaube, wir hatten schon bei der Einreise in China 2 Pfund Gewichtszunahme zu verzeichnen.
        5. Getränke sind ausgezeichnet: Champager Dom Perignon oder Moet, sehr gute Weine.
        6. Das Look & Feel der Emirates orientiert sich nicht am Geschmack moderner Europäer, sondern kommt in den Farben beige mit etwas dunkelrot weder frisch noch elegant rüber – insgesamt mixt es auf wenig ästhetische Weise amerikanische Klobigkeit mit arabischem Gemuster. Hm.
        7. Nach einer Woche China kann man feuchtheiße Frotteetücher zum Gesichtabreiben nicht mehr sehen, genauso wenig wie den ewigen exotischen Obstsalat.
        8. In Dubai ist die Business Class Lounge von Emirates fast besser als die First Class Lounge, allerdings wird es in beiden ziemlich voll, so dass man permanent seinen Platz verteidigen muss.
        9. Ach ja, und während des Flugs kriegt man als Dame ein nettes Necessaire mit Clarins Kosmetik. Energizing Morning Cream, davon habe ich jetzt 4 Tübchen, nachdem wir ja vier Flüge hatten.

        Mein Fazit: Man kann natürlich immer rummäkeln, sollte dabei aber die 6000 gesparten Euro mit in Betracht ziehen, wenn man Emirates mit Luffi vergleicht.


        Peter Luger

        13Okt06

        178 Broadway (cross street: Driggs Avenue), Brooklyn, NY, telephone # 888-228 8246.

        Peter Luger ist sicherlich das traditionellste Steakhouse Brooklyns und eines der Top 10 Lokale fuer Manhattaner wie die alljaehrlichen Zagat- und andere Rankings belegen.

        Peter Luger ist dessen ungeachtet mein persoenliches Lieblings Steakhouse. Und seit gestern weiss ich auch, was es ist, was mir so gefaellt neben dem Fleisch.

        Steak essen ist nicht fine dining. Es ist komplett einfallslos, bevor man hingeht, weiss man schon was man bestellen wird. Kulinarischer Ueberraschungseffekt Null – eher kulinarischer Wiedererkennungseffekt. Steak essen ist fuer gute Esser, deshalb auch so beliebt bei Maennern, die in der Regel vor 4stelligen Kalorienzahlen weniger heftig zurueckschrecken als Frauen. Man befindet sich in diesen Lokalen in der Gesellschaft von Leuten, die ein blutiges Stueck Fleisch wollen, keine Beilage auslassen wahrscheinlich sogar noch Dessert essen und dafuer gerne einiges ausgeben. Es geht nicht um den Namen des Chefs, nicht ums gesehen werden, nicht darum, besonders gebildet zum Thema Fleisch zu erscheinen. 

        Und Peter Luger auf seine Art bietet ein Ambiente, das genau dies wiederspiegelt. Die Einrichtung so traditionsreich wie simpel. Die Bar ebenso. Die maennliche Bedienung, die alle mit starkem Akzent englisch spricht,  fragt, ob man das Menue ueberhaupt sehen moechte. Das Menue selbst, ich habe es schon lange nicht mehr angeschaut, ist soweit ich mich erinnere auch eher kurz. Die Portionen sind riesig. Es wird nicht an Fett oder Schlagsahne gespaart. Man nimmt, was man nicht mehr an Ort und Stelle bewaeltigt, nach Hause. Alles ‘no big deal’. Die Bedienung freut sich, Photos machen zu duerfen – schlaegt von sich aus vor, zu warten bis das Fleisch auf dem Tisch ist. wohltuend down to earth.

        Man bestellt klassischerweise Tomaten mit Zwiebeln, wenn man will noch Bacon und Shrimp, aber dann ist man nach den Appetizern schon sehr gesaettigt. Diese Appetizer werden mit der Peter Luger Sauce gewuerzt gegessen.

        Als Hauptgericht waehlt man das Porterhouse Steak. Die Menge bestimmt sich durch die Anzahl der Essenden. Dazu Beilagen wie German Potatoes, Spinach or Broccoli. Das Fleisch kommt auf einer Platte und wird leicht schraeg, so dass das Fett zusammenlaufen kann, auf den Tisch gestellt. Die Bedienung verteilt eine erste Runde auf die Teller, dann ist man sich selbst ueberlassen. Das Fleisch ist zartest und schmeckt koestlich. Die Beilagen sind solide. Man trinkt dazu Bier oder Wein. Alles geht.

        Als Dessert waehlt man New York Cheesecake oder Pecan Pie. Die Kuchen sowie die Eisportionen kommt mit ExtraTeller Schlagsahne. Zu diesem Zeitpunkt ist es eh schon egal.

        Mit der Rechnung letztlich kommen die Peter Luger Taler. Eine nette Marketingidee. Man zahlt bar oder mit Peter Luger Kreditkarte.

        Wenn man das Lokal verlaesst ist man zufrieden und muede und freut sich, dass vor der Lokalitaet immer ein paar Car Service auf Gaeste warten, die einem dann nach Manhattan zurueckbringen. Darauf sollte man auf gar keinen Fall verzichten. Ein Abend bei Peter Luger ist nicht von Verzicht gepraegt, weshalb man diese Gedanken ruhig auch auf dem Nachhauseweg verbannen kann.


        The Madison

        10Okt06

        a Loews Hotel – 1177 Fifteenth street NW, Washington D.C. 20005, phone # 202-862 1600

        War uebers Wochenende fuer zwei Naechte in Washington DC. Dieser Trip mit Eltern und Schwester. Da war mir das Hotel noch eine klitzekleine Spur wichtiger als sonst. Ich ertrage den stummen Vorwurf von Familienangehoerigen angesichts duenner Handtuecher, alter Fruehstuecksmarmelade und schlechter Gerueche nicht.

        Das Madison ist ein Loews Hotel. Ein klassisches Hotel unter einer modernen Fassade. Es liegt 10 Spazierminuten vom weissen Haus entfernt und 25 Jogging minuten vom Capitol Hill. Es ist somit der ideale Ausgangspunkt fuer eine Washington Kulturreise, bei der alle Sehenswuerdigkeiten und Museen besichtigt werden sollen. Es ist ein schlechter Ausgangspunkt fuer eine Reise, bei der Shopping, Dining and Entertaininganspruechen gerecht werden muss. Da sollte man wohl eher in Georgetown unterkommen.

        Zurueck zum Madison – der Service ist wirklich toll, ohne auch nur ein bisschen steif zu sein. Vom Portier bis zum Concierge und Zimmermaedchen sind alle sehr freundlich und so unglaublich das nun klingt: ’warm’. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass hier schon alle Praesidenten abgestiegen sind und dass diese ebenso herzlich empfangen und aufs Zimmer geleitet werden. Auf Anfrage bekommt man Zimmer, die durch eine Zwischentuer miteinander verbunden sind. Ein sehr schoenes Feature.

        Die Zimmer selbst sind gross, beherbergen riesige Betten mit traumhafter Bettwaesche und haben alle eine Minibar. Das Bad hat den gewuenschten Schnickschnack, schoene Bademaentel und einen gut funktionierenden Foen.

        Das Fruehstueck ist leider etwas einfallslos. Hat gerade mal die Grundelemente eines american breakfasts mit ‘eggs your style’, ‘fritata’, ‘bagel with salmon’ etc und dann Elemente wie Oatmeal, Yoghurt with Granola, Croissant. Wenn schon so simpel, dann muss die Qualitaet TOP sein. Die Qualitaet ist gut, aber nicht TOP. Die Gerichte kommen nur auf Top Geschirr und koennen mit Topsilberbesteck (mit eingraviertem M fuer Madison) verspeist werden. Was auch sehr Top ist auf jedem Tisch steht ein silberner Mintjulip Becher mit frischen Blumen. Das Auge freut sich allemal.

        A propos Mint Julip – die Hotelbar!! haben wir natuerlich auch nicht ausgelassen. Wir haben Sonntagabend auf muedes Herumliegen auf tollen Betten verzichtet und haben in der Hotelbar jeder zwei Whiskey Sour getrunken. Sonntagabend ist vielleicht nicht der beste Abend der Woche, aber sicherlich auch nicht der schlechteste Abend, da einige der Montag-auf-Meeting-gehenden schon anwesend sind und kraeftig ’socializen’.

        Die Bar ist gemuetlich. Die Theke dominiert den Raum, der Raum hat dunkle Waende und schwere Ledermoebel. Als wir unseren Whiskey Sour bestellten sind wir gecardet worden, das fand ich etwas seltsam, es war ja nun mal offensichtlich, dass wir im Hotel wohnten, haetten genausogut die Minibar leer trinken koennen. Nun gut – das Bar Publikum war maennlich, Ende 40, amerikanisch und spielt sicherlich gerne Golf. Kein schlechtes Publikum, wenn man nach Maenner in diesem Alter Ausschau haelt.

        Alles in allem, das Madison ist ein sehr stilvolles Hotel, sehr gut geeignet fuer ein verlaengertes Wochenende oder eine Geschaeftsreise. Und in Kombination mit diesen beiden Gelegenheiten wie geschaffen fuer heimliche Affairen – das macht die politische Atmosphaere Washingtons, die Verbindungstueren und die wundervollen grossen Betten.