Emirates, Airline
Hallo. Hier schreibt Cosma36.
Komme gerade von einer Geschäftsreise aus China zurück – da gibt es natürlich jede Menge zu besprechen. Bevor ich hier die einzelnen Restaurants, Imbissbuden und Hotels dieses Trips abarbeite, gibt es einen kurzen Bericht über die Airline, mit der wir flogen. Eben den Emirates.
Wenn man von München nach Peking reisen will, dann sprechen für die Emirates folgende Punkte:
- Ein First Class Ticket ist bezahlbar – relativ gesehen (Emirates: ca. 3000 Euro, Lufthansa: ca. 9000 Euro).
- Ein befreundeter Werber von Smilla und mir hat die Emirates kommunikationstechnisch beraten und schwärmt bei jeder Gelegenheit über deren tollen tollen Service.
Also war es mir nicht ganz recht, dass wir unsere Reise mit dem Zacken über Dubai buchten, immerhin kam ich so überhaupt mal in den Genuß, First zu fliegen (bisher ja nur bekannt aus den Erfahrungsberichten einer uns nicht unbekannten Flugbegleiterin), und überhaupt war ich auch noch nie in Dubai und konnte somit nun auch ein erstes Middle East Land auf meine Liste mit places I have seen setzen. Jetzt bin ich ja da und notiere mir parallel in mein geistiges Reisenotizbüchlein und in diesen Derby-Blog folgendes:
- Direktflüge sind besser als Langstreckenflüge mit Zwischenstopps.
- Die Emirates First ist eine bessere Lufthansa Business Class.
- Man schläft einfach nie gut in Flugzeugen, egal welche Klasse man fliegt.
- Es gibt gewaltige Qualitätsunterschiede beim Catering, die Strecke München – Dubai war lahmer Business Class Durchschnitt (eiskalter Nizzasalat mit frischem Thunfisch vorweg, der Thunfisch war zu kalt und zu weit durchgegart. Der Beilagensalat schon kurz vorm Anwelken, ich konnte die welkenden Blätter gut mit dem Cesar’s Dressing abdecken. Hauptgang war Lammkeule oder sowas, serviert mit dieser Robotergreifzange, sehr stilvoll. Als Nachtisch gab es Orangen-Schokokuchen, der war ganz gut, der Schokoboden hatte was leicht salziges, was dem ganzen sehr gut tat). Die Strecke Dubai – Peking war wie man es erwartet – dauernd wurde ein Wägelchen mit ausgesuchten Köstlichkeiten an einem vorbeigeschoben, iranischer Kaviar mit fein gehacktem Eigelb, Schnittlauchröllchen und einem Glas Vodka, roher Lachs mit Wasabi, danach Tournedos Rossini (Rinderfilet + Gänsestopfleber + Trüffel), danach Karamelflans und Pralinen und Obstsalat und Käse usw. usw. Meine Kollegin und ich haben alles probiert, ich glaube, wir hatten schon bei der Einreise in China 2 Pfund Gewichtszunahme zu verzeichnen.
- Getränke sind ausgezeichnet: Champager Dom Perignon oder Moet, sehr gute Weine.
- Das Look & Feel der Emirates orientiert sich nicht am Geschmack moderner Europäer, sondern kommt in den Farben beige mit etwas dunkelrot weder frisch noch elegant rüber – insgesamt mixt es auf wenig ästhetische Weise amerikanische Klobigkeit mit arabischem Gemuster. Hm.
- Nach einer Woche China kann man feuchtheiße Frotteetücher zum Gesichtabreiben nicht mehr sehen, genauso wenig wie den ewigen exotischen Obstsalat.
- In Dubai ist die Business Class Lounge von Emirates fast besser als die First Class Lounge, allerdings wird es in beiden ziemlich voll, so dass man permanent seinen Platz verteidigen muss.
- Ach ja, und während des Flugs kriegt man als Dame ein nettes Necessaire mit Clarins Kosmetik. Energizing Morning Cream, davon habe ich jetzt 4 Tübchen, nachdem wir ja vier Flüge hatten.
Mein Fazit: Man kann natürlich immer rummäkeln, sollte dabei aber die 6000 gesparten Euro mit in Betracht ziehen, wenn man Emirates mit Luffi vergleicht.
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