Peter Luger

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178 Broadway (cross street: Driggs Avenue), Brooklyn, NY, telephone # 888-228 8246.

Peter Luger ist sicherlich das traditionellste Steakhouse Brooklyns und eines der Top 10 Lokale fuer Manhattaner wie die alljaehrlichen Zagat- und andere Rankings belegen.

Peter Luger ist dessen ungeachtet mein persoenliches Lieblings Steakhouse. Und seit gestern weiss ich auch, was es ist, was mir so gefaellt neben dem Fleisch.

Steak essen ist nicht fine dining. Es ist komplett einfallslos, bevor man hingeht, weiss man schon was man bestellen wird. Kulinarischer Ueberraschungseffekt Null – eher kulinarischer Wiedererkennungseffekt. Steak essen ist fuer gute Esser, deshalb auch so beliebt bei Maennern, die in der Regel vor 4stelligen Kalorienzahlen weniger heftig zurueckschrecken als Frauen. Man befindet sich in diesen Lokalen in der Gesellschaft von Leuten, die ein blutiges Stueck Fleisch wollen, keine Beilage auslassen wahrscheinlich sogar noch Dessert essen und dafuer gerne einiges ausgeben. Es geht nicht um den Namen des Chefs, nicht ums gesehen werden, nicht darum, besonders gebildet zum Thema Fleisch zu erscheinen. 

Und Peter Luger auf seine Art bietet ein Ambiente, das genau dies wiederspiegelt. Die Einrichtung so traditionsreich wie simpel. Die Bar ebenso. Die maennliche Bedienung, die alle mit starkem Akzent englisch spricht,  fragt, ob man das Menue ueberhaupt sehen moechte. Das Menue selbst, ich habe es schon lange nicht mehr angeschaut, ist soweit ich mich erinnere auch eher kurz. Die Portionen sind riesig. Es wird nicht an Fett oder Schlagsahne gespaart. Man nimmt, was man nicht mehr an Ort und Stelle bewaeltigt, nach Hause. Alles ‘no big deal’. Die Bedienung freut sich, Photos machen zu duerfen – schlaegt von sich aus vor, zu warten bis das Fleisch auf dem Tisch ist. wohltuend down to earth.

Man bestellt klassischerweise Tomaten mit Zwiebeln, wenn man will noch Bacon und Shrimp, aber dann ist man nach den Appetizern schon sehr gesaettigt. Diese Appetizer werden mit der Peter Luger Sauce gewuerzt gegessen.

Als Hauptgericht waehlt man das Porterhouse Steak. Die Menge bestimmt sich durch die Anzahl der Essenden. Dazu Beilagen wie German Potatoes, Spinach or Broccoli. Das Fleisch kommt auf einer Platte und wird leicht schraeg, so dass das Fett zusammenlaufen kann, auf den Tisch gestellt. Die Bedienung verteilt eine erste Runde auf die Teller, dann ist man sich selbst ueberlassen. Das Fleisch ist zartest und schmeckt koestlich. Die Beilagen sind solide. Man trinkt dazu Bier oder Wein. Alles geht.

Als Dessert waehlt man New York Cheesecake oder Pecan Pie. Die Kuchen sowie die Eisportionen kommt mit ExtraTeller Schlagsahne. Zu diesem Zeitpunkt ist es eh schon egal.

Mit der Rechnung letztlich kommen die Peter Luger Taler. Eine nette Marketingidee. Man zahlt bar oder mit Peter Luger Kreditkarte.

Wenn man das Lokal verlaesst ist man zufrieden und muede und freut sich, dass vor der Lokalitaet immer ein paar Car Service auf Gaeste warten, die einem dann nach Manhattan zurueckbringen. Darauf sollte man auf gar keinen Fall verzichten. Ein Abend bei Peter Luger ist nicht von Verzicht gepraegt, weshalb man diese Gedanken ruhig auch auf dem Nachhauseweg verbannen kann.



One Response to “Peter Luger”  

  1. 1 cosma36

    Ergänzend kann man noch erwähnen, dass man beim Starter „Tomaten mit Zwiebeln“ beim ersten mal denkt, es handelt es sich um Tomaten mit Mozzarella – riesenfette, große, weiße Scheiben von ca. 10 cm Durchmesser und 1 cm Höhe liegen farblich sortiert zwischen Tomatenscheiben. Spätestens in dem Moment, wo sich der einstechen wollenden Gabeln massiver Widerstand bietet, wird einem klar, dass das weiße Zeug kein Mozzarella ist. Da man nach dem Essen bei Peter Luger aber eh nicht mehr in der Lage ist, noch jemand zu küssen (geschweige denn für mehr), ist das grad egal.


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